Madenwürmer zählen zu den Nematoden (Fadenwürmern) und leben als Parasit ausschließlich im menschlichen Dick- und Dünndarm. Weltweit erkranken jährlich ca. 500 Millionen Menschen in den gemäßigten Klimazonen an diesem Parasiten, unabhängig vom Alter und sozialen Umfeld.
Beschreibung
Madenwürmer sind weiß, etwa 0,5 mm dick und durchleben bis zu drei Larvenstadien, wobei die Weibchen etwa 8-13 mm und die Männchen etwa 2-6 mm lang sind. Die Lebensdauer der Madenwürmer beträgt etwa drei Monate, die der Eier bis zu 3 Wochen. Nachts kriechen die Weibchen aus dem After, um ihre Eier in den Analfalten abzulegen und anschließend zu sterben, während die Männchen bereits kurz nach der Paarung absterben. Innerhalb weniger Stunden entwickeln sich die Larven, die dann in den Darm wandern.
Infektionswege
Die Eier können z. B. durch verunreinigte Lebensmittel oder Wäsche, aber auch durch Einatmen in den Wirtskörper gelangen. Häufig kommt es auch zu einer Selbstinfektion, wenn bei einem heftigen Juckreiz und Kratzen im Analbereich Eier unter den Fingernägeln haften bleiben. Diese können dann über den Mund in den Körper gelangen. So ist es nicht verwunderlich, dass häufig Kinder mit Madenwürmern infiziert sind.
Symptome
Oftmals wird eine Infektion mit Madenwürmern vom Betroffenen nicht bemerkt. Anzeichen können aber ein vermehrter Stuhldrang oder Beschwerden (Schmerzen, Hautentzündungen) im Analbereich sein. Auch ein heftiger Juckreiz in dieser Region kann auf Madenwurmeier hinweisen und auch zu Schlafstörungen führen. Bei starkem Befall mit Madenwürmern kann es zu einem Gewichtsverlust kommen. Bei Frauen kann es aus anatomischen Gründen zusätzlich auch zu einer Vaginalinfektion mit stärkerem Ausfluss kommen.
Diagnose und Therapie
Die Eier der Madenwürmer lassen sich unter dem Mikroskop nachweisen, nachdem zuvor ein Klebestreifen auf den Analbereich drückt und mit den anhaftenden Eiern abgezogen wurde. Die Untersuchung einer Stuhlprobe erfolgt nur selten, da die Eier so nur schwierig nachweisbar sind.
Der Befall mit Madenwürmern lässt sich mit einem Wurmmittel behandeln, welches je nach Präparat 1-3 Tage eingenommen wird, um die Madenwürmer dann auszuscheiden.
Vorbeugemaßnahmen
Eine Übertragung der Madenwürmer ist meist nur schwer zu verhindern. Aber kurz gehaltene Fingernägel, gründliches Waschen der Hände, tägliches Wechseln von Unterwäsche und Bettwäsche sowie gleichzeitige Therapie von Familienmitgliedern können eine Übertragung erschweren.
